INFOrmationen der Öffentlichkeit
über Sicherheitsmaßnahmen  

gemäß §11 12. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes der Firma 
WAGA-TEC GmbH
Wendenhof 2
57223 Kreuztal


Information über die Fa. WAGA-TEC GmbH:
Die Fa. WAGA-TEC GmbH Kreuztal betreibt an ihrem Standort in Kreuztal-Eichen eine galvanische Verchromung und eine Vernickelung von Metallen. Die Verchromung von Metallteilen findet in Tauchbädern statt, die u.a. aus einem Gemisch aus Chromsäure und Schwefelsäure bestehen. 

Die Verchromungsbäder bestehen aus einer Mischung von 25% Chromsäure, 1%Schwefelsäure und Wasser.  Gemäß EG-Verordnung 1272/2008 (CLP) wird die Mischung mit dem Signalwort Gefahr  und den H-Sätzen H350 , H340 , H361f , H411 , H373 , H317 , H312 , H302 , H331 , H334 , H314 gekennzeichnet, welche im Langtext bedeuten:   Kann Krebs erzeugen, kann genetische Defekte verursachen, kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung, kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition, kann allergische Hautreaktionen verursachen, gesundheitsschädlich bei Hautkontakt, gesundheitsschädlich bei Verschlucken, giftig bei Einatmen, kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen, Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.  

Bei einem Störfall in Verbindung mit dem Leckschlagen eines Bades, besteht in erster Linie tödliche Vergiftungsgefahr für die Mitarbeiter in der direkten Umgebung. Der ausgelaufene Inhalt des Bades wird von der Auffanggrube aufgefangen. Wird zusätzlich das Auffangvolumen der Auffanggruben durch den Einsatz von Löschwasser oder ein punktuelles Starkregenereignis überschritten, kann das belastete Wasser in den Außenbereich und den Boden gelangen und das Gewässer langfristig schädigen.  Bei einem Störfall in Verbindung mit einem Brand kann die unmittelbare Nachbarschaft durch die Brandrauche gefährdet sein. Die Brandrauche sind jedoch nicht gefährlicher als bei einem normalen Brand.  

Sicherheitsmaßnahmen
Um einen Störfall auszuschließen bzw. direkt zu bekämpfen, sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen installiert worden. So sind die Auffangtassen ausreichend dimensioniert um die austretende Säure aufzufangen. Die Fa. WAGA-TEC GmbH bestätigt, die größtmöglichen Vorkehrungen getroffen zu haben um Störfälle zu vermeiden und deren Auswirkungen bestmöglich zu begrenzen. Das Personal ist geschult und die Feuerwehr über die Örtlichkeit und die Gefahren unterrichtet und geübt. 

Der Betriebsbereich unterliegt den Vorschriften der 12. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Störfall-Verordnung (12. BImSchV). Die zuständige Behörde, Bezirksregierung Arnsberg, wurde durch Vorlage des Sicherheitsberichtes nach § 9(1) der 12. BImSchV, über alle Stoffe und Maßnahmen die der o.g. Verordnung unterliegenden Betriebsbereiche informiert und überwacht die Anlage.  

Die für den Katastrophenschutz zuständige Behörde ist ebenfalls über den Betriebsbereich informiert und hat externe Alarm- und Gefahrenabwehrpläne zur Bekämpfung der Auswirkungen von Störfällen außerhalb des Betriebsgeländes erstellt. Weitere Informationen erhalten Sie bei dem für die Unterrichtung der Öffentlichkeit zuständigen Geschäftsführer:  
WAGA-TEC GmbH
Herrn Maik Quaas
Wendenhof 2
57223 Kreuztal
Tel.: 02732-5851-15

Verhalten bei einem Störfall
Wenn Sie außerhalb der Betriebszeit aus den Gebäuden der Fa. WAGA Galvanotechnik GmbH eine stärkere Rauchentwicklung beobachten oder gar Flammen schlagen sehen, informieren Sie bitte sofort die Feuerwehr.
•    Wer meldet?
•    Wo ist der Brand?
•    Was ist zu sehen?
•    Gibt es Verletzte?

 Schützen Sie sich vor den Brandrauchen:

•    Vermeiden sie das Einatmen der Brandrauche,
•    Begeben Sie sich sofort in Ihre Wohnung,
•    Kinder, Hilflose und ältere Menschen mitnehmen,
•    Fenster und Türen schließen, Lüftungen ausschalten,
•    Radio auf der Frequenz 101,8 MHz (WDR 2) oder Frequenz 88,2 MHz (Radio Siegen) einschalten,
•    Gebäude erst nach Entwarnung verlassen,
•    nur im äußersten Notfall telefonieren. 

Vorsicht vor Wasser, das aus der Halle austritt:
 •    Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit dem Wasser,
 •    Bringen Sie Kinder, Hilflose und ältere Menschen aus dem Gefahrenbereich,
 •    Nach erfolgtem Kontakt mit evtl. verunreinigtem Wasser, benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten, kontaminierte Haut mit viel fließendem Wasser spülen, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch. 

Achten Sie auf die Durchsagen und Anweisungen der Feuerwehr
Notruf: Feuerwehr, Notarzt: 112
Polizei:  110


Stand 10/2016